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Neue Impfstoffe gegen SARS CoV2

Zum Ende des Corona-Jahres 2020 kommen drei Impfstoff-Kandidaten auf den Markt und sollen das baldige Ende der Corona Pandemie bewirken.

Was sind das für Impfstoffe, und sind sie für Menschen mit Immunsuppression geeignet?

mRNA-1273 von Moderna und BNT162b2 von Pfizer und Biontech

Bei den zwei Impfstoffen der Firmen BioNtech und Pfizer und der Firma Moderna handelt es sich im mRNA Impfstoffe.

Was sind mRNA Impfstoffe?

Es sind genetische Impfstoffe, wobei das m für messenger (Bote) steht. Denn dieser Impfstoff funktioniert ähnlich wie ein Bote, der eine Nachricht an die Zellen überbringt.

Er enthält einen genetischen Code für ein Protein, dass die Zellen dazu bringt, das gewünschte Protein zu produzieren. Dieses Protein ist ein Antigen, also eine Substanz die als „fremd“ erkannt wird und daraufhin vom Immunsystem bekämpft wird.

Der Code der beiden mRNA Impfstoffe lässt ein Antigen produzieren, das dem SARS CoV 2 Virus entspricht, ohne eine Infektion mit dem Virus hervorzurufen.

Durch die so angeregte die Bildung von spezifischen Antikörpern und spezialisierten T-Zellen zur Bekämpfung des Antigens, kann der Körper das SARS CoV2 Virus bekämpfen.

Einige dieser T-Zellen entwickeln sich zu Gedächtniszellen, so können sie bei neuerlichem Kontakt mit dem Virus schneller reagieren. Die Erfolgsquote liegt nach aktuellen Studien bei ca. 90-95%.

Sind mRNA Impfstoffe für Organtransplantierte geeignet?

Tatsächlich weiß man derzeit noch nicht, wie Transplantierte auf mRNA basierter Impfstoffe reagieren. Mit Subgruppenanalysen möchte man das herausfinden.

In Frage kommen meist Nierentransplantierte, da transplantierte Nieren und auch Lebern weniger empfindlich auf Änderungen der Immunsuppression reagieren als transplantierte Herzen oder Lungen. Vor Januar oder Februar kann man noch keine Ergebnisse dieser Subgruppenanalysen erwarten, es heißt also noch Geduld haben.

AZD1222 von AstraZeneca

Der Impfstoff der Firma AstraZeneca und der Universität Oxford ist ein herkömmlicher Vektorimpfstoff. Er besteht aus für den Menschen harmlosen Viren, den Vektoren. Im Fall des Impfstoffs von AstraZeneca handelt es sich im ein Schnupfenvirus von Schimpansen. Damit es einem Coronavirus stärker ähnelt, ohne dabei eine Infektion auszulösen, wurde dieses Virus stark modifiziert.

Der Impfstoff trägt Teile des Erbmaterial von SARS CoV2 in die Zellen des Geimpften und regt die Produktion körpereigener Antikörper an. Die Erfolgsquote dieses Impfstoffs liegt bei ca. 70%.

Man kann vereinzelt lesen, dass ältere Menschen allergischen Reaktionen nach der Impfung hatten. Zudem gab es Pannen bei der Impfung, weswegen man neue Zahlen abwarten sollte. Zwei weitere Impfstoffe der Firmen Curevac und Johnson & Johnson sind derzeit in Vorbereitung, deren Marktzulassung ist noch nicht absehbar.

Reduzierte Antikörperbildung bei Transplantierten

Die Bildung von Antikörpern nach einer Impfung ist bei immungeschwächten Menschen reduziert. So beispielsweise liegt die Antikörperbildung bei einer Hepatitisimpfung bei nur 70%, verglichen mit Menschen mit normalem Immunsystem.

Mit einem sicheren Impfstoff, ist eine Impfung gegen das Corona Virus genauso empfehlenswert, wie gegen das Grippe Virus. Die behandelnde TX-Zentren wollen sich mit ihren Patienten zu gegebener Zeit in Verbindung setzen, ansonsten kann man auch nachfragen. Neben dem Transplantierten, sollten sich übrigens auch seine nächsten Mitmenschen impfen lassen. Nur so kann man einen ausreichenden Schutz bekommen.

Unsere Anfrage bei verschiedenen TX-Zentren ergab, dass nicht vor Ende Januar /Februar mit einem sicheren Impfstoff für Transplantierte zu rechnen ist. Sie zählen zwar zu der Hochrisikogruppe, jedoch ist die Wechselwirkung TX - Immunsuppression - Impfstoff noch nicht ausreichend erforscht.