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ISHLT empfiehlt die Impfung von Transplantierten und Wartepatienten

Die Internationale Gesellschaft für Herz- und Lungentransplantation (ISHLT) empfiehlt in ihrer neuen Leitlinie die Impfung von Transplantierten und Wartepatienten gegen CoviD-19.

Zwar waren Transplantat-Empfänger bisher von den umfangreichen Studien mit den neuen Impfstoffen ausgeschlossen, jedoch sei keine wesentlich anderen Ergebnisse zu erwarten, als bei Nichttransplantierten.

Basierend auf früheren Erfahrungen mit anderen Impfungen könnte die Immunogenität im Vergleich zu immunkompetenten Patienten möglicherweise reduziert sein. Es sind ebenfalls keine spezifischen Daten zur Sicherheit bei immungeschwächten Transplantatempfängern verfügbar, aber es wird nicht erwartet, dass sie sich von der untersuchten Population unterscheiden.

Bedenken hinsichtlich erhöhter Abstoßungsraten wurden in früheren Impfstoffstudien bei Transplantatempfängern nicht belegt und sind derzeit für mRNA-Impfstoffe unbekannt. In Anbetracht der gezielten Wirkung von mRNA zur Bildung von Spike-Proteinen erscheint es weniger wahrscheinlich, dass sie eine weit verbreitete Immunantwort auslösen würden.

Da eine erste Immunantwort auf die COVID-19-Impfung innerhalb von 2-3 Wochen nach Impfung mit einer Einzeldosis für einige Impfstoffe zu beobachten ist wird empfohlen, die Impfungen bei Patienten auf der Transplantationswarteliste zu beginnen, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass sie kurzfristig ein Spenderorgan erhalten.

Bei Patienten nach einer Transplantation ist der ideale Zeitpunkt für die Impfung ungewiss. Die ISHLT empfiehlt, die Impfung mindestens 1 Monat nach der Transplantation zu verschieben. Ebenso wird auch die Teilnahme von Empfängern von Herz-Thorax-Transplantaten in Impfstoffstudien oder -registern empfohlen.

Das komplette Dokument der ISHL dazu können Sie hier lesen ➜