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Risiko für Impfdurchbruch bei Transplantierten bei 0,8%

US Studie ergab:
Risiko für Impfdurchbruch* bei Transplantierten bei 0,8%

Eine multizentrische Studie aus den USA untersuchte das Risiko für Impfdurchbrüche bei Transplantierten und verglich es mit dem der Normalbevölkerung.

Unter insgesamt 18 215 vollständig geimpften TX Patienten gab es 151 Impfdurchbrüche, 87 davon mußten stationär behandelt werden und 14 starben. Daraus ergibt sich ein Risiko für einen Impfdurchbruch von ca. 0,8%, das Sterberisiko nach Impfdurchbruch 10mal niedriger bei 0,077%.

Verglichen mit der Wirksamkeit der Impfung in der Normalbevölkerung allerdings ergab sich, dass das die Impfung bei Transplantierten deutlich schlechter wirkt. So war das Risiko eines Impfdurchbruchs 82-fach höher ist das eines Impfdurchbruchs mit Krankenhauseinweisung und Tod sogar 485-fach erhöht.

Vermutlich liegen die tatsächlichen Zahlen noch weit darüber, so die Autoren dieser Studie, da wahrscheinlich nicht alle positiv getesteten Transplantierten ihre TX Zentren informieren.

Wichtigstes Ergebnis ist dieser Studie ist der Nachweis, dass Transplantierte nach der Impfung einen deutlich geringeren Schutz vor einer SARS-CoV-2-Infektion aufweisen, als die Allgemeinbevölkerung.
Damit bestätigt die Studie viele bisherige Beobachtungen und zeigt, dass man Wege zu finden, sie zu verbessern. Eine Möglichkeit könnte das frühe Boostern 4 Wochen nach der 2. Impfung sein.

Eine weitere wichtige Frage ist, inwiefern Transplantierte von einer Impfung profitieren: Anstatt geimpfte Transplantierte mit der geimpften Allgemeinbevölkerung zu vergleichen, wäre es auch wichtig, geimpfte Transplantierte mit ungeimpften Transplantierten zu vergleichen.

Dennoch scheint es so, dass die Impfung Schutz bietet.

Die Mehrheit der Transplantierten produziert Antikörper, wenn auch wenige.
Die Impfdurchbruchssrate in der Studie ist mit 0,8% niedriger als die Infektionsraten bei ungeimpften TX Patienten, dort lag sie bei 5%.
Auch die Sterblichkeitsrate durch Impfdurchbrüche ist in der Studie mit 0,077% niedriger, als die allgemein berichtete Sterblichkeit von 20,5 % bei ungeimpften Transplantierten.

*Was versteht man unter einem Impfdurchbruch?
Als Impfdurchbruch (auch Durchbruchsinfektion bzw. sekundäres Impfversagen) wird eine symptomatische Infektion bei einem Geimpften bezeichnet, die mittels RT-PCR-Test oder Erregerisolierung diagnostiziert wurde. (Wikipedia)

Quelle: https://journals.lww.com/transplantjournal/Fulltext/2021/11000/Risk_of_Breakthrough_SARS_CoV_2_Infections_in.43.aspx#