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Ergebnisse der "Heinsberg-Studie" veröffentlicht

Die Ergebnisse der "Heinsberg-Studie" der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn wurden lange erwartet. Nun liegen sie vor und sorgen für Aufsehen.

In dieser Art war es die erste Untersuchung, in der zum ersten Mal ein Ausbruch in einem Coronavirus-Hotspot detailliert untersucht wurde. Die Ergebnisse bringen Informationen über die Dunkelziffer, über die Gefährlichkeit des Virus und das Ansteckungsrisiko in Haushalten. Der Leiter der Studie, Professor Hendrik Streeck, hatte erste Zwischenergebnisse bereits vor Ostern präsentiert und wurde teilweise stark kritisiert dafür.

Die Studie lässt nach den ersten Stimmen keine Schlüsse auf ganz Deutschland zu, liefert aber viele Informationen für Modellrechnungen.

So zum Beispiel über die Dunkelziffer. Diese Zahl bezeichnet die tatsächliche Anzahl aller Infizierten in einem Ort. Bisher wurden nur bestätigte und gemeldete Fälle genannt, was keine Rückschlüsse über die wirkliche Verbreitung in der Bevölkerung zulässt.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Bisher vermutete man, dass die Dunkelziffer etwa 3 - 11 mal höher ist, als die Anzahl der mit Tests erfassten Infizierten. Die Studienzahlen liegen in diesem Rahmen.

Für Deutschland ergäbe sich so eine Dunkelziffer von ca. 1,8 Mio. Infizierten. Allerdings kann man dies nicht verallgemeinern, da sich z.B. die Bevölkerungsstruktur und die Sterblichkeit regional unterscheiden. Das wird auch von den Autoren so gesagt.

2. Das Virus kann durch Menschen übertragen und weitergegeben werden, ohne dass sie selbst Krankheitssymptome zeigen. Die Abstandsregeln einzuhalten, bleibt deshalb weiterhin sehr wichtig.

3. Die Ansteckungsrate im Haushalt ist nicht so hoch wie erwartet, insbesondere in Haushalten mit merheren Personen.

 

Hier können Sie die Infos auf der Webseite der Uni Bonn lesen ➜

Interessante Erklärungen findet man auch hier auf der Webseite von quarks.de ➜